Resumen, Teil 3

Das dürfte ja langsam bekannt sein. *g*



Sprachschulen gibt es hier wie Sand am Meer – oder zumindest fast. ;)
Ich kann nichts über die anderen sagen – aber Cursos Internacionales von der Uni Salamanca (cursos.usal.es) ist wirklich super.
Die Kurse sind vielleicht nicht die billigsten (ich hab keinen Vergleich gemacht, muss ich zugeben), aber sie sind ihr Geld wert.
1. Die Lehrer sind außergewöhnlich gut (zumindest die, die ich hatte) und man merkt, dass sie ihren Job gerne machen. Man bekommt alles wunderbar erklärt (die müssen eine Engelsgeduld haben. *g*) und das Lehrmaterial (ist im Preis drin) ist erstklassig.
2. Die Gruppen sind klein – höchstens 15 Leute in einer Klasse – und gut aufeinander abgestimmt; alle haben mehr oder weniger das gleiche Niveau (das kommt von Einstufungstest), was den Unterricht sehr angenehm macht – weder zu schnell noch zu langsam. :)
3. Man kann außer Grammatik und Practicas Comunicativas (beides „Pflicht“) noch andere Fächer wählen: Kunst, Geschichte, Wirtschaftsspanisch, spanische Kultur, etc.
4. Jede Woche (fast) kann man einen spanischen Film (umsonst) anschauen. (Also, mir haben die nicht gefallen, aber das ist ja Geschmackssache *g*)
5. Es gibt organisierte Ausflüge (für die man allerdings zahlen muss, aber…) z.B. nach Toledo oder Segovia, aber auch ein Wochenende nach Portugal oder Andalusien.
6. Sie organisieren (wenn man das will) die Unterkunft in einer Familie; im Sommer auch in einem der Uniwohnheime.
7. Man ist als Student der Uni immatrikuliert – das heißt, dass man (soweit ich weiß) in der Unikapelle heiraten darf. Wenn das kein Grund ist. ;) ))

Sonst… fällt mir gerade nichts ein. Mal davon abgesehen, dass anscheinend die Kurse der Uni recht angesehen sind; aber bei den Lehrern ist das auch kein Wunder. :)

Resumen, Teil 2

Wie gesagt, einfach drüber weglesen. ;)


Also… wer in Salamanca bleiben will, ist nicht in Gefahr, dass er unter der Brücke schlafen muss. Selbst wer bei seiner Ankunft noch kein Dach über dem Kopf hat, müsste relativ schnell was finden. Wenn er Spanisch kann und spontan ist. :) (Oder einen Freund hat, der Spanisch kann… das hab ich mir nicht ausgedacht, eine hat das wirklich so gemacht.)

Eine WG kann man z.B. übers Internet finden (z.B. http://websou.usal.es/ oder http://www.compartepiso.com) oder über die Zettel die überall aushängen; Wohnheime auch übers Internet… es gibt private und welche von der Uni(http://www3.usal.es/~residen/).
Manche Sprachschulen organisieren Unterkünfte (wie zB auch Cursos Internacionales, wobei man nur im Sommer die Wahl zwischen Familie und Wohnheim hat, den Rest des Jahres bieten sie nur Unterbringung in Familien an. Man kann aber natürlich selber versuchen, in einem der Wohnheime unterzukommen).

Am billigsten dürfte wohl die Unterbringung bei einer Familie sein; allerdings muss man das auch mögen. Einerseits hat man schnell Anschluss, muss immer spanisch reden usw, andererseits kann man auch wirklich großes Pech haben (man darf die Heizung nicht anmachen, man darf die Jalousien nicht aufmachen, man wird für die Dauer des Aufenthalts mit Kartoffeln, Eiern und Suppe gefüttert…).

WG ist vielleicht ein guter Kompromiss zwischen Wohnheim und Familie… was soll ich sagen, WGs sind hier auch nicht anders als in Deutschland.

Die für Spanien (glaub ich) wohl typischste Lösung ist ein Wohnheim. In der Regel mit einer Cafeteria (also ein bisschen anders als bei uns). Davon gibt es auch Unmengen; nicht alle haben eine Homepage (was die Suche von Deutschland aus vielleicht ein bisschen einschränkt), aber es ist nicht zu schwer eine zu finden, wie mein Beispiel zeigt. ;)

Las Arribes ist ein recht neues Wohnheim (2005 eröffnet) recht außerhalb. Nicht tragisch, man kann eigentlich alles in Salamanca zu Fuß erreichen, aber wer „mittendrin“ sein will, sollte es sich zweimal überlegen (ich hab ca. ne halbe Stunde Fußweg zum Unterricht). Es sei denn, er will Jura studieren – die Fakultät ist einmal um die Ecke. ;)
Die Zimmer sind recht groß und haben alles, was man so braucht (naja, wenn ich länger bleiben wollte, wäre ein Herd ganz nett…): Bett, Schrank, Tisch, Stuhl, Telefon, Kühlschrank, Mikrowelle, Heizung (sehr wichtig!!!), Internetanschluss (so ziemlich das einzige, wofür man nicht extra zahlen muss) und ein eigenes BAD.
Es gibt einen Waschraum und Computer und was sonst so dazugehört.
Es gibt keine Sperrstunde und es ist immer jemand am Eingang; das kann auch nerven. Was nicht so toll ist, dass man Besucher in eine Liste eintragen muss und dass kein Besuch nach Mitternacht erlaubt ist. Aber wie gesagt, für die relativ kurze Zeit hier ist das auszuhalten.

Sonst… nichts weiter, das wäre alles, was zu sagen ist. :)

Resumen, Teil 1

Der Duden sagt, dass man Resümee schreiben muss. Das schaut furchtbar aus… aber was solls. ;)

Wie auch immer… ich hab gedacht, dass ein kleines Resümee (ach, das ü!) vielleicht nicht schaden würde. Zweifellos eher uninteressant, also einfach ignorieren.


Salamanca ist eine sehr charmante Stadt; alt, gemütlich, verwinkelt, lebendig – schön. Und sehr… ocker. ;) Alle alten Häuser (und auch ein paar neue) sind aus Sandstein, der einen… orange-ocker-was auch immer-Ton hat.
Die Plaza Mayor, das Zentrum, ist wunderschön – ich habe bei weitem nicht alle Plazas in Spanien gesehen, aber ich glaube aufs Wort, dass die Plaza in Salamanca die schönste Spaniens ist.
Bei schönem Wetter scheint die halbe Stadt da zu sein, entweder in den Cafes oder auf den Bänken/dem Boden. Wer sich verabredet, trifft sich „unter der Uhr“.
Besichtigungen kann man ohne Ende machen: Unmengen von Kirchen und anderen Sehenswürdigkeiten: Casa de las Conchas, die Uni, die Palacios, die Kloster… wonach immer einem gerade ist. ;)

Salamanca ist sehr lebendig und sehr an Ausländer gewohnt (ich habe den Verdacht, dass es deshalb auch halbwegs anständiges Eis gibt. *g*). Wer weggehen will, hat endlos Möglichkeiten… Tapas sind billig und an fast jeder Ecke zu haben, und weil Salamanca eine von Studenten geprägte Stadt ist, ist fast jede Nacht eine Menge los. Am meisten Dienstag und Donnerstag.
Einkaufen kann man am besten in der Calle Toro, die gleich von der Plaza Mayor aus weggeht (mehr oder weniger Richtung Norden) – da gibt es Zara, Stradivarius, Promod, den nicht wegzudenkenden H&M, Bershka und noch einige andere kleinere Läden. Ähnlich schaut das Angebot im Einkaufszentrum „El Tormes“ aus, das außerhalb der Stadt (im Süden) liegt. Mit dem Bus ist es aber nicht sehr weit. Und zusätzlich gibt es da noch einen Mediamarkt und (wen wunderts?) einen ALDI. :)

Und wer was anderes sehen will… der kann einfach (und für relativ wenig Geld) andere Städte anschauen: Madrid, Avila, Toledo, Segovia, Cáceres, Zamora, León… Oder nach Portugal rüber fahren.
Allgemein ist alles (aus münchner Sicht) relativ billig; bis auf Drogerieartikel… dafür muss man unglaubliche Preise zahlen.

Die Leute sind nett… wenn man Spanier findet. ;)
Alle sind sehr nach der Mode gekleidet – wirklich alle, egal ob drei (wer hätte gedacht, dass es soooo kleine Ponchos gibt?) oder achtzig (ich sage nur „grüne Netzstrümpfe“). Und vor allem unter dem männlichen Teil der Bevölkerung hat eine schreckliche Mode um sich gegriffen. Vokuhila. Bevorzugt kombiniert mit Dreadlocks. *schauder* Ich bin immer noch ganz geschockt, wenn ich das seh. :)

Der Lebensrhythmus ist ein… bisschen anders als gewohnt. Zum einen ist da die Siesta, normalerweise zwischen zwei und vier/fünf, kommt ganz drauf an. Dann sind viele Geschäfte (von Supermärkten und Läden wie H&M abgesehen) zu und allgemein ist tote Hose. Dafür füllen sich die Straßen (und vor allem die Plaza Mayor) ab acht Uhr abends mit unglaublichen Menschenmassen. Anscheinend ist da ganz Salamanca auf den Beinen. Ziemlich verwirrend. :)

Aber wie gesagt, eine sehr charmante Stadt, und auf jeden Fall einen Besuch wert, auch wenn er nicht unbedingt drei Monate dauern muss. :)